Geologische Highlights

 

Die Liether Kalkgrube hat eine herausragende Stellung als geologisches Naturdenkmal und erhielt im Jahre 2006 die Auszeichnung Nationaler Geotop. Und dies aus gutem Grund, denn die Grube hat gleich mehrere geologische Highlights zu bieten:

 

 

Die Liether Kalkgrube bietet die einmalige Möglichkeit, oberirdisch einen Salzstock zu begehen.

1)

Die Liether Kalkgrube bietet die einmalige Möglichkeit, den zentralen Bereich eines Salzstocks oberirdisch zu begehen. Hier sind die im Norddeutschen Tiefland ältesten, an der Erdoberfläche anstehenden Gesteinsschichten zu finden. Sie stammen aus der Zeiteinheit des Oberen Rotliegenden, sind also mindestens 258 Mio. Jahre alt. Der Salzstock reicht mit ca. 5 km Durchmesser von Elmshorn bis nach Tornesch, ist aber meist von jüngeren Ablagerungen geringmächtig überdeckt. In der Grube taucht man über 30 m tief in den Salzstock ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ostwand der Liether Kalkgrube mit der überkippten Sedimentabfolge vom oberen Rotliegenden bis ins untere Zechstein.

2)

In der Ostwand der Grube ist die Sedimentabfolge vom Oberen Rotliegenden bis zum unteren Zechstein mit dem Kupferschiefer als Leithorizont aufgeschlossen. Die Schichten stammen aus einem Zeitabschnitt, als Meerwasser in ein kontinentales Becken eindrang und das Zechsteinmeer entstand. Die Schichtenabfolge ist in der Ostwand überkippt. Hier liegen die älteren Gesteine über den jüngeren.

3)

In der Nordwand der Kalkgrube sind quartäre Ablagerungen der ersten Phase des Eiszeitalters einmalig gut erhalten (siehe Lieth-Serie).

 

4)

Im nicht öffentlich zugänglichen Teil der Kalkgrube sind Permafrostspuren in Form von Frostkeilen und weiteren Strukturen erhalten.

 

5)

Im nicht öffentlich zugänglichen Teil der Kalkgrube wurde eine Gletscherablagerung (Till) gefunden, die möglicherweise einen vor-elsterzeitlichen Eisvorstoß anzeigt (Roter Geschiebemergel).