Mit Sand verfüllte, keilförmige Spalten in Kalkasche, die als Frostkeile interpretiert werden.

Frostkeile - Permafrostboden bei Elmshorn

 

Im öffentlich nichtzugänglichen Teil der Liether Kalkgrube sind in Zechstein-Aschen drei mit Sand verfüllte, keilförmige Spalten entdeckt worden, die als Frostkeile gedeutet werden. Frostkeile entstehen in Permafrostböden, die es in Norddeutschland während des Pleistozäns gab. Der Boden war tiefgreifend gefroren. Nur die obersten Meter im Boden schmolzen in wärmeren Sommermonaten auf. Wenn sich im Winter der Boden bei Frost zusammenzieht bilden sich Rissstrukturen, ähnlich den Trockenrissen in Lehmböden. Im Sommer füllen sich die Risse mit Schmelzwasser oder einfließendem Bodenmaterial. Dieser Vorgang wiederholt sich periodisch, so dass oftmals mehrere, rissparallel verlaufende, vertikale Schichten die verfüllten Frostkeile bilden. Dieser Vorgang kann heute z. B. in weiten Teilen Sibiriens großflächig beobachtet werden.